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Hoffnung ist heute ganz aktuell und gefragt. Oft fällt es uns aber schwer, die Bedeutung der Hoffnung in Worte zu fassen. Ja, es ist für uns einfacher, die Hoffnungslosigkeit zu beschreiben.

Meine persönliche und totale Hoffnungslosigkeit erlebte ich nach acht Jahren Drogenszene und körperlicher Heroinabhängigkeit. Ich versuchte, mit einem Entzug und etwas Scheinfrömmigkeit von diesen Ketten frei zu kommen. Doch der Versuch scheiterte kläglich, und ich fiel wieder zurück in die Heroinabhängigkeit. Wieder versagt. Ich klagte mich selber an: Du wirst es nie schaffen. Ich sah mich um. Einige meiner Drogenfreunde waren unterdessen gestorben, andere hatten durchgedreht und landeten in der Klinik, und wieder andere waren durch einen Drogenunfall verunstaltet oder gar verkrüppelt. Keiner hatte mehr Hoffnung – keiner sah mehr ein Licht. Und niemand von aussen gab uns hoffnungsvolle Impulse. Dunkle, kalte, erbarmungslose Welt! Wo ist hier noch Hoffnung?

Ich kannte Gott und bat ihn, mir zu helfen. Hoffnung kam wieder auf. Gottes Licht verdrängte die Hoffnungslosigkeit. Seine Liebe begann mich langsam zu verändern. Gott schickte mir Menschen über den Weg, die mich ermutigten. Jesus befreite mich allmählich aus dem Sumpf der Drogen und der Hoffnungslosigkeit. 

Probleme gibt es auch heute noch. Ich lebe nicht in einer Fantasie, aber ich weiss, Jesus ist meine Hoffnung. Er ist mir Hoffnung im Alltag, in der Familie und im Beruf. Jesus ist mein Gegenüber geworden. Nicht einfach eine Krücke, sondern die Stütze meines Lebens. Das ist mein Wunsch auch für Sie.

Harry Pepelnar