Bei einem mehrstöckigen Brunnen fliesst das Wasser von einem Becken zum andern. Hat sich eine Schale gefüllt, überschwappt das Wasser in die darunter liegende. Das Gesetz der Schwerkraft lässt es nicht zu, dass das Wasser von unten nach oben fliesst.
Als Gott den Menschen formte, legte er Prinzipien in uns. Um andere echt zu lieben, ist es wichtig, dass wir uns selber von Gott geliebt wissen. Gefüllt von seiner Liebe können wir uns erst richtig an andere verschenken. Die Beziehung zu Gott ist dabei Voraus setzung und kommt an erster Stelle. Die Menschen in meinem Umfeld werden sehr schnell merken, ob meine Liebe überfliessend oder bloss aufgesetzt ist.
Durch Gottes Wort und das Gebet werden Sie immer wieder neu gefüllt. Wie pflegen Sie den Austausch mit Ihrem Schöpfer?
Ihr Lieben, wenn Gott uns so sehr geliebt hat, dann müssen auch wir einander lieben.
Verbitterte Menschen erkennt man am Gesicht, ihrer Mimik und den Augen. Ihr Äusseres kann die innere Zerrissenheit nicht über decken. Mobbing, Demütigungen, Missbrauch, Verluste… tun weh. Lange fürchtete ich mich, verbittert zu werden. Von Traurigkeit und Enttäuschung zur Verbitterung ist oft nur ein sehr kurzer Schritt.
– Hanna aus der Bibel wurde wegen ihrer Kinderlosigkeit ständig gekränkt. Sie weinte und konnte nicht mehr essen. Still betete sie zu Gott. Er antwortete ihr und sie bekam einen Sohn, Samuel, was «von Gott erbeten» heisst!
– Der Prophet Habakuk verstand nicht, warum Gott ausgerechnet das brutalste Volk jener Zeit brauchte, um Israel in schreckliche Gefangenschaft zu führen; er brachte alle seine «Warum» vor Gott!
– Tief traurig redete Hiob aus bitterem Herzen zu Gott und liess seinen Gefühlen freien Lauf. Beide Männer bekamen keine Ant worten auf alle ihre Fragen, aber eine tiefere Beziehung zu Gott. Sie konnten sich mit ihrem schweren Schicksal versöhnen. Das wünsche ich auch Ihnen. So werden Sie Ihre Verbitterung los.
«Es ekelt mich vor diesem ganzen Leben, darum halt ich meine Klage nicht zurück; es muss heraus, was mich verzweifeln lässt!»
Nach dem Löschen eines grossen Waldbrandes fand ein Feuerwehrmann einen verkohlten Klumpen am Boden, den er als Überreste eines Vogels identifizierte. Er wunderte sich, dass sich dieser nicht rechtzeitig vor dem Feuer in Sicherheit gebracht hatte. Der Mann kippte den Vogel um und darunter kamen vier kleine, piepsende Vögelchen hervor. Die Mutter ahnte, dass ihre Jungen allein im Feuer chancenlos gewesen wären. So spannte sie ihre Flügel über die Jungen und liess sich selber vom Feuer verbrennen. Was für eine Mutterliebe!
Gott weiss, dass wir, ähnlich wie die jungen Vögel im Waldbrand, in unserem Leben hilflos und verloren sind. Er entschied sich, zu uns zu kommen, um uns zu retten. Gott gab seinen einzigen Sohn Jesus Christus, der mit seinem Leben für unsere Sünden am Kreuz bezahlte. Wer sein Angebot annimmt, ist für immer gerettet!
Gottes Liebe zu uns ist für alle sichtbar geworden, als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch ihn leben können.
Unsere Hände: Was für ein geniales «AllzweckWerkzeug»! Wir können greifen, streicheln, anpacken, aufheben… Viel Gutes können wir damit vollbringen, aber auch zerstören und zuschlagen.
Unsere Hände führen das aus, was wir ihnen «auftragen» zu tun. Es ist wunderbar:
wenn wir unsere Hände nutzen, um anderen zu dienen
wenn unsere Hände ausgestreckt sind für den Nächsten
wenn sie bereit sind, Verwundete zu pflegen.
wenn sie bereit sind, helfend einzugreifen.
wenn sie bereit sind aufzurichten.
Das Schöne dabei ist: Wer anderen hilft, hilft auch sich selbst. Nächstenliebe erfüllt uns und gibt Freude zurück.
Lasst uns deshalb unsere Hände als Werkzeuge nutzen,
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